Nach der grossen Festerei von 6 Tagen und der Vernichtung des lokalen Biervorrats haben wir nun den 3. Starday, Fireseek 525 c.y. Im Ort herrscht Aufbaustimmung und es wird fleissig gewerkelt, aufgeräumt und die Normalität zieht wieder ein in Rockburgh. Zampinius und Kadonau haben den Stadtrat übernommen und sorgen sich gut um die Bevölkerung.
Ich gehe schnell in den Tempel und lasse mir meine Rüstung und das heilige Bastardschwert identifizieren. Hm, gute Sachen habe ich da gefunden. Die anderen sind auch beschäftigt und gehen auch entweder in Tempel oder in Geschäfte und so weiter.
Und eben an diesem 3. Starday am Abendtreffen wir uns wieder in der anschmiegsamen Dame zum gemütlichen Zusammensein und zur weiteren Absprache. Da taucht Kadonau auf und setzt sich zu uns an den Tisch. Er hat eine Sorge: Die Verbündeten im 3 Tage entfernten Elfenwald sind nicht mehr da, ihr Dorf wurde teilweise zerstört aufgefunden mit grausam zugerichteten Leichen. Wir sollen (für 500 Goldstücke) dort nach dem Rechten sehen. Wir nehmen den Auftrag an.
Am nächsten Tag organisiert Pegolius eine Kutsche mit genug Platz für uns plus ein Fass Bier und ein Fass Wein. Wir holen Hrotgar ab und am späteren Morgen fahren wir los, mit Pegis Eselin Elsa im Schlepptau. Am Stadttor verabschiedet uns Kadonau noch und wünscht uns viel Erfolg.
Mit dem Wagen fahren wir entlang des Sees und dank des schönen Wetters erfreuen wir uns der gemütlichen Fahrt. Der Tag verläuft ereignislos und gegen Abend erreichen wir einen Weiler, wo wir uns für die Nacht einquartieren. Der Wirt des Gasthofs erzählt uns noch, dass der Abgesandte der Elfen, der normalerweis nach dem Winter immer erscheint noch nicht aufgetaucht ist. Wir erzählen ihm was so in Rockburgh passiert ist und er dankt es uns mit einem feinen Bier und einem grausligen Elfenwein. Anschliessend begeben wir uns zur Nachtruhe.
Am nächsten Morgen werden wir schon früh geweckt und so kommen wir zur frühen Stunde wieder auf den Weg. Die Strasse ist wieterhin ganz ordentlich, wir kommen gut voran. Ab und zu passieren wir ein Gehöft. Wieder dämmert es, leider ist heute kein Weiler in Sicht, so stellen wir halt am Wegesrand unser Nachtlager auf. Auch diese Nacht bleibt ruhig.
Die Sonne geht auf und am heutigen Godsday wird die Strasse etwas abschüssig und geht schliesslich am Strand entlang oberhalb der Klippen. Ein Wellenbrecher ergiesst sich donnernd an das Festland und auch über unseren Wagen, was aber unseren Fahrer kalt lässt. Am Mittag erreichen wir bewaldetere mit Hügeln durchsetzte Gebiete. Mitten am Nachmittag scheuen auf einmal die Pferde. Wir steigen aus und Amribi, Lya und Rimmick erklimmen die nächste Kuppe um zu sehen was unsere Zugtiere in Aufruhr versetzt. Lya hört wie ein Raubtier seine Beute zu verzehren scheint. Um mehr zu sehen, besteigt sie einen naheliegenden Baum und fällt prompt hinunter! Glücklicherweise hat dieser Lärm das Raubtier nicht aufgeschreckt. Also schleicht sie sich noch näher ran, trampt auf einen Ast, was das Raubtier zur Flucht veranlässt. Lya geht weiter und entdeckt, dass die Beute des kleinen Aasfressers ein Elf in Rüstung ist! Viel ist nicht mehr vorhanden, aber Lya findet noch ein Pergament, das der Elf in der Hand hat. Leider ist es in einem schlechten Zustand und momentan nicht entzifferbar. Allerdings lässt das den Schluss zu, dass es sich um einen Meldeläufer gehandelt haben muss. Der Rest der Truppe wundert sich schon wo Lya bleibt, als diese wieder zu uns stösst und erläutert was sie gesehen hat. Gemeinsam untersuchen wir nun das Pergament und fördern doch einige Informationen zutage: Ein Fremder namens Rahib hat den Frieden zerstört. Er wollte eine Frau (Rahasia) ehelichen und bekam sie nicht, also verfluchte er das Dorf. 2 Wochen später verschwanden viele Männer -Studenten- im Tempel des grauen Berges und die Schätze des Vaters (Juwelen und auch mächtige gute Artifakte) der Frau ebenso. Eine Botschaft des Rahib erklärte der Fluch sei Schuld und er wolle die Frau und noch 2 weitere Jungfrauen. Sie sucht Hilfe und verspricht reiche Belohnung. Datiert ist der Brief im Fireseek, also ist die Meldung noch aktuell. So ziehen wir weiter und bald sehen wir ein Hochplateau auf dem eine Siedlung zu sein scheint.
Noch bevor die Sonne untergeht erreichen wir die Siedlung namens Kota-Hutan. Am Pallisadentor angekommen klopfen wir an, ein Sichtschlitz geht auf und ein Elf fragt uns zu wem wir wollen. Wir antworten zur Rahasia. Der Elf macht auf und gibt die Sicht frei auf etwa 20 Hütten, wobei die Hälfte davon zerstört ist. Von der Bevölkerung her scheint es nur noch jugendliche und ganz alte Männer zu haben, abgesehen von den Frauen natürlich. Wir parkieren unsere Kutsche und gehen zur Rahasia. Sie empfängt uns freundlich. Wir erzählen von unserem Fund, was Rahasia doch sehr betrübt. Sie erzählt uns, dass dieser Rahib aus Richtung der Horned Society kam. Der Tempel ist 2km entfernt am Fusse des Berges. Im Tempel gab es einen mächtigen Wächter, welcher aber scheinbar von diesem Rahib bekehrt oder getötet wurde. Sie übergibt uns noch einen Plan und dann gehen wir los.
Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir den Schrein. Drin nebelt es vor lauter Weihrauch, doch wir erkennen eine grosse Statue des Begründers des Tempels und 2 Alkoven, im einten steht Kesini, im anderen Kesana. Pegolius geht in den Alkoven und spricht Kesana, während Lya im anderen Alkoven Kesini spricht. Bei Pegi passiert nichts, aber Lya verschwindet. Einer nach dem anderen spricht das Wort Kesini und verschwindet. Wir erscheinen wieder in einem kleinen 3m auf 3m Raum mit einem Gitter ohne Schloss und sonst ohne Türen. Wir probieren das Gitter anzuheben, aber es ist zu schwer. Dann kommen 5 hochgewachsene Typen und schmeissen uns eine stinkende grüne Masse entgegen, welche uns in Tiefschlaf versetzt. Als wir wieder aufwachen, sind wir unsere Ausrüstung los und in einem anderen Raum. Jeweils zu Zweit sind wir eingesperrt in einer kleinen Zelle. Ich bin zusammen mit Lya eingesperrt und uns ist übel. Auf einmal erhalten wir unser Essen und Trinken. Wir lassen es stehen. Pegolius kann mit einem Spruch seine Türe öffnen und verlässt die Zelle. Er öffnet auch unsere Zelle und wir gehen raus. Lya schafft es mit einem behelfsmässigen Dietrich die Türe der Zelle von Amribi und Rimmick zu öffnen. In einer weiteren Zelle liegt ein zusammengeschlagener alter Elf, der rumstöhnt. Lya schafft es nicht diese Türe zu öffnen. Aber Sie redet durch die Türe mit ihm. Er ist einer der Tempel-Lehrer, der zusammengeschlagen und ausgefragt wurde. Der Fluch hat ihn nicht betroffen und darum wollte man ihn mit Gewalt umdrehen. Allerdings 14 Personen sind davon betroffen (Krieger, Priester und Magier) und gehorchen Rahib. Sonst weiss er nicht viel.
Wir positionieren uns an einem Doppelportal und Hrotgar und ich stossen es auf, leider knarrt es verdammt laut. Es erwarten uns 3 Elfen in rostroten Roben, welche doch etwas überrascht sind. Wir gehen auf sie los, Amribi zieht dem einten einen Stuhl über den Kopf, verfehlt aber leider. Ich hau dem Robenträger eine Schublade auf den Schädel und verwunde ihn doch recht. Magische Geschosse von Pegolius treffen den nächsten. Ein weiteres magisches Geschoss schlägt ein. Hrotgar wird schwer verwundet. Ein weiteres magisches Geschoss fällt den einten Gegner. Die anderen beiden sind mittlerweile erblindet durch Zaubersprüche von Lya. Der einte Blinde rennt los, strauchelt durch das ganze Kampfgetümmel und fällt der Länge nach hin. Der Andere macht einen Rundumschlag und trifft sogar noch Rimmick und Amribi. Nun rennt auch der zweite Blinde los und rempelt Amribi an, was unseren Gegner dann umfallen lässt. Amribi lässt sich die Chance nicht nehmen und trifft den Gestürzten schwer. Hrotgar gibt ihm den Rest. Der Letzte wird auch noch von uns überwältigt, als er wiederum flüchten will und Rimmick ihm ein Bein stellt. Die Wachen werden nun in Zellen transportiert, geplündert und ihre Waffen und Rüstungen aufgeteilt.